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Presseerklärung Pferdeschändung
Geschrieben von: Claudia Frankenbach   
Mittwoch, 10. September 2008 09:34
                                                                                                           8. September 2008  Presseerklärung des Pferdesportverbandes Baden-Württemberg zu den jüngsten Pferdeschändungen im Raum Ravensburg und im Raum Reutlingen/Tübingen.

Stand: 8. September 2008

 

Ansprechpartner:

Martin Stellberger

Mühlbachweg 33 88250 Weingarten

Tel.  0751-59353

   

Der Pferdesportverband Baden-Württemberg e.V. verurteilt die Pferdeschändungen, die Anfang September im Raum Ravensburg und Reutlingen vorgekommen sind auf das Schärfste. Nach Aussage der Polizei Ravensburg sind derzeit mindestens drei Pferde schwer verletzt worden, eines musste eingeschläfert werden. Pferden im Raum Reutlingen wurden bereits im Juni Mähnen und Schweifhaare mit Feuer versengt. Im Raum Markdorf am Bodensee kommt es offensichtlich immer wieder vor, dass Pferden auf der Weide die Stallhalfter zerschnitten werden. Schon im Januar dieses Jahres wurden in Tettnang und Friedrichshafen Stuten schwer verletzt. Auch hier musste ein Pferd eingeschläfert werden.

 

Der Pferdesportverband fordert die Polizei eindringlich auf, trotz schwieriger Spurenlage, den Ermittlungsdruck zu verstärken, um auf diese Weise Pferde und andere potentiell gefährdete Tiere besser zu schützen. Es darf nicht sein, dass Tiere, die viel Bewegung und Freilauf brauchen, über längere Zeiträume eingesperrt werden müssen, um sie vor Übergriffen zu schützen. Das widerspräche artgerechter Haltung. Der Pferdesportverband legt auch Wert darauf, dass die Polizei betroffenen Tierbesitzern vermittelt, dass sie die Vorfälle intensiv weiter verfolgt und sehr Ernst nimmt. Eine formelle Einstellung eines Ermittlungsverfahrens wegen der erschwerten Spurenlage sorgt bei den Tierbesitzern meist für Unverständnis.

 

Der Pferdesportverband Baden-Württemberg e.V. bittet die Medien, Fälle von Tierquälereien und Missbrauch in sachlicher Weise öffentlich zu machen, damit auch von daher Druck auf Täter und Nachahmer ausgeübt werden kann. Eine sachliche Berichterstattung trägt dazu bei, dass auch nicht betroffene Tierbesitzer hellhörig werden und die Bürgerschaft ebenfalls sensibler für ungewöhnliche Vorgänge wird.

   

Außerdem fordert der Pferdesportverband Baden-Württemberg die Pferdehalter, Stallbetreiber und Besitzer anderer gefährdeter Tiere auf, ihre Tiere, Ställe und Weiden noch sorgfältiger zu kontrollieren und zu schützen. Landwirte, Förster und Spaziergänger werden gebeten, ungewöhnliche Beobachtungen zu melden, bzw. Pferdebesitzer darauf hinzuweisen.

 

Weil im Falle eines Übergriffes auf die Tiere die emotionale Lage der betroffenen Besitzer hoch belastet ist, mahnt der Pferdesportverband Baden-Württemberg gleichzeitig umsichtiges und kontrolliertes Handeln der Betroffenen an, besonders dann, wenn verdächtige Personen angetroffen werden. Im Falle einer unerklärlichen Verletzung eines Tieres sollten sofort Polizei und Tierarzt herbeigerufen werden, um die Spurenlage zu sichern. Auf jeden Fall sollten auffällige Beobachtungen, fremde Autonummern notiert und gegebenenfalls der Polizei gemeldet werden. Unbekannte Personen auf Höfen, Reitanlagen, Ställen und Weiden sollten unbedingt angesprochen werden. Das vermittelt Sicherheit und schreckt Personen ab, die möglicherweise nur die Umgebung ausspähen wollen, um sich später leichter an Tieren vergreifen zu können.

 

Dem Pferdesportverband Baden-Württemberg e.V. geht es nicht um Panikmache. Aber der Verband nimmt die Vorfälle äußerst Ernst und bittet auf diesem Wege um Unterstützung der Behörden, Medien und der Bürger.

  

Martin Stellberger

Pressedienst

Pferdesportverband Baden-Württemberg e.V.

   
 
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